- Homepage
- Uncategorized
- Selenskyj kotzt mich an!: Dieter Hallervorden zu Russland und Ukraine.T
Selenskyj kotzt mich an!: Dieter Hallervorden zu Russland und Ukraine.T
Selenskyj kotzt mich an!: Dieter Hallervorden zu Russland und Ukraine

Von der Bühne zur politischen Brandrede: Comedy-Legende Dieter Hallervorden (88) nimmt kein Blatt mehr vor den Mund. In einem emotionalen Plädoyer warnt der Mann, der die Trümmer des Zweiten Weltkriegs noch selbst sah, vor einer gefährlichen Eskalationsspirale. Seine Kritik trifft dabei nicht nur die deutsche Bundesregierung, sondern auch den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj und die „blinde“ Gefolgschaft gegenüber den USA.
Es ist ein ungewohnt ernstes Bild, das Dieter Hallervorden derzeit abgibt. Wer den sympathischen „Didi“ erwartet, der mit „Palim-Palim“ und Slapstick-Einlagen Generationen zum Lachen brachte, sieht sich heute einem Mann gegenüber, der von tiefer Sorge und Wut getrieben ist. In einer Zeit, in der viele Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens aus Angst vor einem „Shitstorm“ schweigen, bricht Hallervorden bewusst die Mauern der politischen Korrektheit ein. Seine Botschaft ist klar: Deutschland steuert auf einen Abgrund zu – und die moralische Kompassnadel des Westens spielt verrückt.
Das Trauma eines Neunjährigen: Warum Hallervorden den Krieg versteht
Um Hallervordens heutige Radikalität zu verstehen, muss man zurück in das Jahr 1945 gehen. Er war neun Jahre alt, als er miterlebte, wie seine Heimatstadt Dessau in Schutt und Asche versank. Die Nächte im Luftschutzkeller, das markerschütternde Heulen der Sirenen und das dumpfe Einschlagen der Bomben haben sich in sein Gedächtnis eingebrannt. „Das sind Dinge, die einem ewig in Erinnerung bleiben“, sagt er mit belegter Stimme.
Für ihn ist Krieg keine abstrakte Nachrichtensendung, sondern physischer Terror. Wenn heute Politiker wie Verteidigungsminister Boris Pistorius fordern, Deutschland müsse wieder „kriegstüchtig“ werden, löst das bei dem Theaterleiter eine instinktive Abstoßung aus. „Kriegstüchtigkeit ist für mich das Unwort des Jahrhunderts“, poltert er. Für ihn sei es eine „unverschämte Schwafelei“, den Frieden durch Aufrüstung sichern zu wollen.
Die Akte Selenskyj: „Permanent die Hand aufhalten“
Besonders scharf ins Gericht geht Hallervorden mit der Rolle des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj. Während die westliche Medienlandschaft Selenskyj oft als unantastbaren Freiheitshelden stilisiert, sieht Hallervorden eine andere Realität: Eine Politik des permanenten Forderns. Er kritisiert, dass Selenskyj in Europa und Übersee ständig „die Hand aufhält“ und um immer neue Milliardenhilfen und schwerere Waffen bettelt.
Was Hallervorden dabei am meisten stört, ist die Bedingungslosigkeit dieser Hilfe. Er vermisst den Druck der Geberländer auf Kiew, endlich echte Friedensperspektiven oder Verhandlungsangebote auf den Tisch zu legen. In seinen Augen zieht diese einseitige Belieferung den Konflikt künstlich in die Länge, kostet täglich Menschenleben und verbaut jede Chance auf eine diplomatische Lösung.
Die „plumpe Doppelmoral“ des Westens
Der Kern von Hallervordens Wut liegt jedoch in der wahrgenommenen Heuchelei der Weltpolitik. Er stellt die unbequeme Frage: Warum messen wir mit zweierlei Maß? Während Wladimir Putins Angriff auf die Ukraine völlig zurecht als völkerrechtswidrig gebrandmarkt wird, vermisst Hallervorden dieselbe Konsequenz bei den Handlungen der USA oder Israels.
Er fordert ein „Rückgrat“, wie es etwa die spanische Regierung zeige. Deutschland solle sich trauen, auch gegenüber dem mächtigen Verbündeten USA Nein zu sagen – etwa wenn es um die Nutzung von Flugbasen für fragwürdige Einsätze geht. Die Einseitigkeit der westlichen Politik schade nicht nur der Glaubwürdigkeit, sondern isoliere Europa zunehmend. „Wir müssen uns auf die Seite der Gerechtigkeit stellen“, fordert er, auch wenn das bedeutet, unbequeme Wahrheiten über Partner wie Israel oder die USA auszusprechen.
Ein Gefecht der Worte statt der Waffen
Trotz seiner harten Kritik bleibt Hallervorden im Herzen ein Humanist. Er zitiert Erich Kästner: „Der Frieden ist ein wahres Meisterwerk der Vernunft.“ Für ihn bedeutet Frieden jedoch nicht Kapitulation, sondern Gerechtigkeit. Er plädiert für ein „Gefecht der Worte“ – eine Diskussion, die jedoch erst geführt werden kann, wenn die Waffen endlich schweigen.
Hallervorden weiß, dass er für diese Positionen von vielen Seiten angegriffen wird. Doch das ist ihm egal. Er hat sich bereits vor Jahren entschieden, als Künstler und Bürger nicht als „ausgepresste Zitrone“ zu enden, die nur noch die Erwartungen des Publikums bedient. Er nutzt seine Popularität heute als Megafon für eine schwindende Minderheit, die den Glauben an die rein militärische Lösung längst verloren hat.
Ob man seinen Ansichten zustimmt oder nicht – Dieter Hallervorden hat eine Debatte angestoßen, die in ihrer Schärfe notwendig ist. In einer Welt, die kurz davor scheint, am „Weltkrieg vorbeizuschrammen“, ist seine Stimme die eines Mahners, der den Staub der Trümmer von 1945 noch immer in der Nase hat.




