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Greta Thunberg aus Israel abgeschoben: Streit um Haftbedingungen

Israel hat ein neues Update zur Festnahme der schwedischen Klimaaktivistin Greta Thunberg veröffentlicht. Sie wurde festgenommen, als sie versuchte, mit der Global Sumud Flotilla den Gazastreifen zu erreichen.

Thunberg wurde zusammen mit mehr als 170 anderen Aktivisten inzwischen abgeschoben, wie israelische Behörden am Montag, den 6. Oktober, bestätigten.

Auf von israelischen Behörden veröffentlichten Fotos sind Thunberg und andere Aktivisten in grauen Trainingsanzügen und weißen T-Shirts zu sehen, wie sie das Land unter Aufsicht verlassen.

Mehreren Medienberichten zufolge wurde Greta Thunberg ausgeflogen und ist nun zusammen mit mehreren anderen Aktivisten am Flughafen Athen in Griechenland gelandet.

Widersprüchliche Darstellungen über Haftbedingungen

Israel betont, dass „alle rechtlichen Rechte der Teilnehmer an diesem PR-Stunt gewahrt wurden und weiterhin vollständig gewahrt werden“. Frühere Berichte über Misshandlungen bezeichnet man als Teil einer „vorab geplanten Fake-News-Kampagne“.

Zuvor war berichtet worden, dass Thunberg in einer von Bettwanzen befallenen Zelle mit begrenztem Zugang zu Essen und Wasser festgehalten wurde. Laut einer Korrespondenz, die The Guardian einsehen konnte, teilte das schwedische Außenministerium mit, dass ein Beamter bei seinem Besuch feststellte, dass Thunberg „über längere Zeiträume auf harten Oberflächen gesessen“ habe und „Hautausschläge entwickelt hatte, die vermutlich von Bettwanzen verursacht wurden“.

Mario Wurzburger/Getty Images

Aus der E-Mail ging auch hervor, dass sie unter Dehydrierung litt und nicht ausreichend Nahrung erhielt.

Thunberg soll außerdem gezwungen worden sein, während der Haft Flaggen für Fotos zu halten. Israelische Behörden bestreiten diese Vorwürfe jedoch vehement und bezeichnen sie als „komplette Lügen“.

Die Botschaft erklärte: „Alle Festgenommenen der Hamas-Sumud-Provokation erhielten Zugang zu Wasser, Nahrung und Toiletten. Ihnen wurde der Zugang zu Rechtsbeistand nicht verweigert, und alle ihre rechtlichen Rechte, einschließlich des Zugangs zu medizinischer Versorgung, wurden vollständig gewahrt.“

Die 22-jährige Aktivistin hatte mehrfach versucht, in den Gazastreifen zu gelangen, um humanitäre Hilfe zu liefern. Hintergrund sind anhaltende Berichte über Unterernährung und Krankheiten in dem Gebiet aufgrund der israelischen Blockade.

Sie gehörte zu über 437 Aktivisten, Parlamentariern und Anwälten an Bord von mehr als 40 Schiffen, die Hilfe bringen wollten. Die Flotille wurde schließlich in internationalen Gewässern abgefangen, und die Teilnehmer wurden im Ketziot-Gefängnis in der Negev-Wüste festgehalten, bevor sie abgeschoben wurden.

Während Thunbergs Unterstützer ihre Haft als hart und „propagandaartig“ beschreiben, betonen israelische Beamte, dass alle Verfahren rechtmäßig waren und die Rechte der Aktivisten vollständig respektiert wurden.

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Gefangen an der Küste – Soldaten der 716. Infanterie-Division in alliierter HandIm Juni 1944, während der alliierten Invasion in der Normandie, gerieten zahlreiche deutsche Soldaten in Gefangenschaft – unter ihnen auch viele Angehörige der 716. Infanterie-Division der Wehrmacht. Diese Division war direkt an der französischen Küste stationiert, mit der Aufgabe, den sogenannten Atlantikwall zu verteidigen – ein gigantisches System aus Bunkern, Panzersperren und Geschützstellungen, das einen alliierten Angriff abwehren sollte. Doch der D-Day am 6. Juni 1944 – Codename Operation Overlord – brachte diese Verteidigungslinie zum Einsturz. Die alliierten Streitkräfte, bestehend aus amerikanischen, britischen, kanadischen und anderen Truppen, landeten an mehreren Abschnitten der normannischen Küste. Die 716. Division, bestehend aus unerfahrenen, oft schlecht ausgerüsteten Soldaten, wurde förmlich überrollt. Ihre Einheiten waren verstreut, unterbesetzt und meist nicht für einen groß angelegten Landungsangriff vorbereitet. Die meisten dieser Soldaten hatten nur begrenzte Kampferfahrung. Viele stammten aus Reserveeinheiten, einige waren ältere Jahrgänge oder Rekruten aus besetzten Gebieten. Der Widerstand war zwar vereinzelt hartnäckig, doch gegenüber der überlegenen Feuerkraft und Luftunterstützung der Alliierten blieb der Erfolg begrenzt. Schon in den ersten Stunden nach der Landung wurden ganze Gruppen von deutschen Soldaten eingekesselt und zur Aufgabe gezwungen. Fotos aus dieser Zeit zeigen erschöpfte, resignierte deutsche Soldaten, oft mit erhobenen Händen oder von alliierten Soldaten bewacht – ein stilles Bild der Niederlage. Für viele von ihnen begann nun ein ungewisses Schicksal in Kriegsgefangenschaft. Die Alliierten behandelten ihre Gefangenen zumeist gemäß der Genfer Konvention, doch die Bedingungen in den Lagern variierten, abhängig vom Ort, der Kapazität und dem Zeitpunkt der Gefangennahme. Die Gefangennahme der 716. Division war nicht nur ein taktischer Rückschlag für die Wehrmacht, sondern auch ein Symbol für die beginnende Wende im Krieg. Der Mythos der Unbesiegbarkeit deutscher Verteidigungslinien war gebrochen, und mit jeder weiteren Stunde rückten die Alliierten tiefer nach Frankreich vor. Die Soldaten der 716. Division, gefangen genommen an jenem Schicksalstag im Juni, standen stellvertretend für viele junge Männer, die in einem Krieg kämpften, dessen Ziele und Grausamkeit ihnen oft fernlagen. Ihr Weg endete nicht selten in Gefangenschaft – und für manche bedeutete er den Anfang eines langen inneren Prozesses der Konfrontation mit der eigenen Rolle in einem untergehenden Regime. Hỏi ChatGPT